Ehrlich gesagt, war ich viel zu traurig über den Verlust der geliebten Menchen, als daß es mich interessiert hätte, wer und wieviel zu der Beerdigung kamen und wer kann einen helfen und trösten? Man liebt die Menschen mit dem Herzen und da kann einem niemand helfen für den Tod gibt es keine Worte. Bis auf meine Mutter habe ich alle Menschen verloren, die ich liebe, sorry, aber da sind so Wort wie tut mir leid, für mich nur hohle Phrasen. Tatsächlich war ich bei der Beerdigung, für mich eh dämlich, weder schwarz angezogen, noch blieb ich bis man den Sarg rausbrachte und ich fuhr allein auf der Meer, wo ich seine Asche dem Meer übergab, das einzige, was mich da gestört hat, war das in dem Augenblick alle Schiffe in der Umgebung die Schiffssirenen anstellten, als sie es bemerkten, weil das Schiff in dem Augenblick ie Trauerfahne hißte, eine kirchliche Bestattung gab es auch nicht, die wollte weder er noch ich.
Dann gibt es noch einen schönen Spruch von Achilles Mutter, du hast die Wahl, entweder du bleibst hier, heiratest, hast Kinder, Enkel und Urenkel und bist dann vergessen irgendwann vergessen oder du ziehst in den Krieg und wirst für immer berühmt, doch der Ruhm wird immer Hand in Hand mit dem Tod gehen.
Zu der Ahnenforschung, wem interessiert es schon, daß vor 400 oder 500 Jahren ein Adliger in der Familie lebte oder wer da lebte, meine Großmutter und ihre Töchter wurden wegen einen blöden Adelstitels und einem Rittergut erschossen und jetzt, wo die Grenzen wieder offen sind, will der Staat mir das dämliche Rittergut andrehen, was soll ich mit einem Rittergut, das 5 Dörfer hat und so groß wie Holstein ist, ganz davon abgesehen, daß es mich gar nicht interessiert, von dem, was man in 500 Jahren von mir hält, kümmmert mich herzlich wenig; denn da lebe ich ja nicht mehr, als habe ich wieder mal nichts davon. Außerdem lebe ich im hier und jetzt und nicht in der Vergangenheit oder Zukunft, sondern gerade nur in dieser Sekunde, das ist allerdings wieder mein Samuraidenken und ein Teil von Bushido nach dem wir leben. Ebenso wie es für uns eine Ehre ist, in einem Kampf zu töten oder getötet zu werden, wobei töten relativ ist, wir Samurais töten keine Menschen, es reicht uns, wenn wir sie tödlich verwunden, kostet weniger Energie und erzielt das gleiche Ergebnis und die energie kann man manchmal noch ganz gut brauchen, da man in einem Krieg nicht gerade mal ein paar Stunden kämpft, sondern oft Tage keinen Schlaf bekommt. Das andere bei der Ahnenforschung ist, woher soll man wissen, wieviel davon Märchen sind oder Wahrheit, tatsächlich weiß man ja noch nicht einmal wie der berühmte General Yang Ye starb, manchen Berichten zufolge geriet er in Gefangenschaft und verhungert, in wieder anderen, beging er Selbstmord, um wenigstens seine Armee zu retten, auch über General Qi Jiguang ist nur bekannt, daß er gegen die japanischen Piraten an der Ostküste kämpfte und am Bau der chinesischen Mauer beteiligt war. Und wenn man schon über so berühmte Persönlichkeiten kaum etwas zu erfahren ist, wem interessiert da ein kleines Würstchen, daß einmal vor 100 oder 500 Jahren lebte, wenn man mich fragt, niemanden.
Und Anwesende bitte nicht angesprochen fühlen, wenn ich mir die Männer heute so ansehe, was sehe ich da, Weicheier, Männer die eher Röcke tragen sollte, Macho die dumm reden, Männer die man nur anschreien braucht und schon kuschen sie, aber keine wahren Männer mehr, keine Männer, gegen die man kämpfen könnte, weil sie schon beim ersten Schlag wie am Spieß losbrüllen, kein Mann, der mit einer Frau fertig werden könnte, ohne daß er sich dabei eine blutig Nase einfängt und dann aufgibt, daß einzige was man in der Geschichte über uns schreiben könnte, wäre das zu unserer Zeit die Gattung Mann schon ausgestorben war.
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Irulana20« (6. März 2010, 08:22)